Lyrik

Marko Pogačar: ES IST SCHÖN

"Dabei hält Pogacar die Balance zwischen Moll-Tönen und Aberwitz, irritiert mit absurden alternativen Logiken und dem ironischen Hinterfragen überkommener Werte. Als Kind der Zeit nutzt beim Schreiben von Gedichten das Muster der unendlichen Verknüpfungen im Netz."
Dorothea von Törne



 

 

ES IST SCHÖN

 

Es ist schön, die Frühlingsluft an der Soča einzuatmen

und dabei keinen Kater zu haben,

die Tropfen aus der Quelle einzusaugen und dann mit ihnen dahin zu fließen.

Es ist schön, sich gut zu fühlen. Kraft zu haben

für einen Glauben, ganz egal welchen, der dem Anderen nicht schadet,

also – nichts zu haben.

Es ist ebenfalls schön, in der Bosutska Straße zu leben

und zu glauben, dass sie existiert.

Jeden Morgen in den Laden zu gehen und Brot zu kaufen,

es über eine Zeitung gebeugt zu essen, die du im Briefkasten gefunden hast.

Es ist schön, wenn die Post dich findet, und wenn du die Post finden kannst.

Finden ist überhaupt schön.

Ein bekanntes Gesicht zu finden, wenn du am Stadion vorbeigehst

oder an einer schlechten Uni. Spott ist schön.

Es ist schön, einen Punkt zu finden.

Das Buttermesser, das du vor langer Zeit verloren hast und das wie aus Seide ist.

Das Bataillon Paradeengel legt die Eisenohren an,

es grenzt schon ans Schreckliche, alles grenzt ans Schreckliche

und ist auch schön.

Einen Kaugummi von der Sohle eines leichten Schuhs zu entfernen, das Böse,

das dein Gleichgewicht stört und die Gravitation erklärt.

Newton ist schön. Brodskij ist schön.

Barrikaden sind das Herz der Kunst und das ist nicht käuflich.

Wenn der perfekte Punk gespielt wird, wenn man Anna Karina erblickt, wenn

der Mond sich verdunkelt, wenn die Flaggen gehisst werden, wenn

das Tote Meer geteilt wird. Spazieren gehen ist schön. Ertrinken.

Was für mich schön ist, ist für andere gefährlich.

Schwer atmen, weil die Luft von Kiefern gesättigt ist. Kroatisch sprechen.

Schlittschuh fahren. Es gilt auch anders herum.

Fenster sind schön, die du öffnen

und durch die du die Wolken berühren kannst. Der Berg Mosor ist schön.

Es ist schön zu laufen, hinauf zu steigen, an den Gipfel zu glauben, zu wissen

in welchem Jahr der Krieg zu Ende ging, wann der Tag der Befreiung ist,

den internationalen Frauentag zu begehen, den Muttertag, lila Veilchen zu lieben,

sich auszuziehen, zu fallen, sicher zu sein, dass du fällst, dann hochzufahren,

aufzuwachen, zu schneiden, unnötig lange Salven deines Namens abzufeuern,

systematisch tragisch zu sein.

 

 

 

 

 

 

WAS IST EINE EINFASSUNG?

 

Die Einfassung ist eine Kategorie. ein Ausdruck von Tradition, eine feste

Grenze, die man nicht überqueren sollte. sie kann frei

reden: unter der einfassenden Krempe findet sich meist ein Kopf,

ein Haus, frech und selten nichts. der Kopf wird, wenn es ein

Rindskopf ist, mit einem Keil aus Stahl durchbohrt. das Rind

wird an die feuchten Stallwände gekettet, dann schlägt

man kräftig zu. es fließt das Blut, es ist das Blut der Heimat.

um sie hat das Rind lange mit Zähnen und Klauen gekämpft.

wenn der Kopf ein Hühnerkopf ist, wird er abgepickt mit einer Axt.

man hebt das Huhn nur hoch, trägt es an einen anderen Ort,

legt es auf einen Baumstumpf, auf seinen Hals fällt schnell & kalt die Klinge.

das Huhn schreit noch eine gewisse Zeit, keiner hört es.

das Kaninchen wird mit nackten, akademischen Händen geschlachtet.

das Blut bleibt im Körper und fließt mit seiner ganzen zwielichtigen

Vergangenheit weiter. die Lauscher, an denen du es gerade noch

gehalten hast, ruhen, als würde man im Wald nichts hören, als würde nichts

geschehen. die Felder ruhen. die Länder ruhen. Heimat tropft

von irgendwo her, und die Menschen lesen Weintrauben. irrsinnige

Hitze. was ist eine Einfassung und was verbirgt sich dahinter?

 

 

 

 

 

 

 

MEINE SPRACHE IST EINE DUNKLE

 

fleischige Faust,

ein Korb voller Fingernägel, die Brücke,

 

die ich betrete wie einen neuen

Frühling, die Volksverteidigung,

 

ich bringe Schafe und Risse in sie ein,

aus ihr fließt nichts,

 

nichts strudelt. meine Sprache ist Mekka,

die fleischige Faust, Macchia,

 

ein Gewächs, das sich selbst entzündet.

etwas, ein Penis, erhebt sich und brennt aus,

 

spricht sich aus, jemand steht auf,

öffnet die Fenster, die Zeitung, sagt

 

guten Tag, der Tag ist schön; meine Sprache,

das Pollenfieber, die Kleidung der jungen Garbo.

 

die Sprache, hommage an die Achtziger,

Grillrost, wildes Präsens und Perfekt.

 

in ihr lebt ein Boxkampf & singt mich,

schwarze Katharer schleppen sich auf meiner Spur,

 

die Sprache, der Lastwagen, den ich trage. oh,

mein kroatisches Wort! du Gulaschsuppe, die ich

 

zufällig koche, du Frosch, Bienenstachel im Mund,

der mich zu allem antreibt;

 

aus dir tropft Mexiko, in dich kehre ich ein wie in ein

lieb gewonnenes Café, in eine Spende, light & dust,

 

dir, meinem Bruder, und Moses sage ich, du bist mein,

eine Maschine, aus der dunkler Espresso fließt, Traum

 

 

 

 

 

 

 

 

AN DIE NACHBARN (MEIN FLEISCH GLEICHT

HEUTE FRÜH EINER EINGEHOLTEN FLAGGE)

 

Der Honig löst sich im Tee auf, vollständig, im Unterschied zu mir in dir

und zu dir in der klassischen Musik,

 

zu lange Telefongespräche, nie Platz, wenn man einen

freien Tisch braucht, die Aufzüge immer außer Betrieb,

 

die Treppe in die Unendlichkeit ausgerollt, wie ein Gespräch über Politik,

und ausgerechnet als jemand anmerkt, dass sich der Totalitarismus und die Demokratie

 

nur durch ihre Zahlensysteme unterscheiden,

verschwindet das Bild, und alles geht von vorn los: Stimmen sickern aus den Wänden,

 

völlig körperlos, der Abend senkt sich in die Handflächen wie ein Bergmann

in die Grube, und doch, die Schuhe vor der Tür

 

zeigen, dass es Lebende gibt, aber was heißt schon leben,

während der Winter kommt, sich heranwälzt wie der kalte Atem aus meinem Hals,

 

und im dunklen Alphabet ein Nest baut; all diese hastenden unbekannten

Menschen mit den bekannten Namen, der Nachmittag entzwei geschnitten wie Korea,

 

der Tee, in dem der Honig schon vollständig geschmolzen ist, unauflöslich,

und diese zähflüssige Lösung ist die Liebe; wie zu dir kommen; wie dich erreichen?

 

 

 

  

 

 

 

 

DIE PERMANENTE REVOLUTION DER SPRACHE DER LIEBESPOESIE.

AN DIE MÜDEN TROTZKISTEN

  

Wie im Jahr 2007 Liebespoesie schreiben?

diese Zeit ist zäh vor Liebe.

 

von allen werden wir in Maßen geliebt.

die Theorie spricht vom vollständigen Ausbleiben der Bewegung.

 

der Markt sagt: wenn du über die Liebe sprichst,

dann sprichst du über Gott oder umgekehrt.

 

Pogačar denkt: alles ist Gott = Gott ist nichts.

ein Bomber voller gefährlicher Bedeutungen.

 

aber irgendwo in einer Ecke dieser Liebe wächst, wenn du sie an die Wand drückst,

etwas Bedingungsloses.

 

ein Reservat des Nehmens und Gebens.

und mitten darin ein Baobab, durch dessen Baumkrone du zum Himmel steigst.

 

am Ende weißt du: schlimmer als der Faschismus

ist allein der Faschismus in Maßen.

 

 

 

 

 

 

DAS JAHR DES TEES

 

Ich nahm und gab, als würde ich einem anderen

ähneln. der Magnet ist das mir bestimmte Metall.

wir ziehen alles an uns, aber er hat mehr Sinn

für die Auswahl, einiges akzeptiert er einfach nicht. Ich bin nicht

so beständig. das Meer ist in die Wolke geschlüpft,

und jetzt ergießt es sich über mich. der Ast beugt sich,

als würden Vögel auf ihm singen. aber niemand singt.

wenn die Sonne auf der Straße auftauchen würde,

sähe man den vollen Regenbogen, und der Asphalt würde dampfen.

der Dampf gebiert immer etwas. was der Magnet einmal

anzieht, hält er für immer fest. der Magnet ist ein Instrument

zur Definition der Liebe, manchmal allerdings außer Betrieb. die Liebe

folgt ihm. bestenfalls würden wir Schatten werfen, wenn die Sonne

aufsteigen und der Nebel sich lichten würde.

ich fahre mit herabgekurbelten Fenstern daher, und meine fleischigen

Ohren leiden. ich höre dich nicht mehr.

ich sehe einen Handwerker, der Nägel

einschlägt. ich sehe einen Kater, der Purzelbäume schlägt.

ich sehe Vladimir, er steigt die Treppe hinauf, und ich rufe: Vladimir!

er dreht sich um, aber er erkennt mich nicht. unsere Geschwindigkeiten

werden nur durch die Rotation der Welt in Harmonie gebracht. ansonsten

bin ich schneller. meine Stützen sind schwache Technik und schwache Taktik,

und dennoch hinterlasse ich Spuren. wenn ich jemanden finde, dessen

Geschwindigkeit der meinen gleicht, werde ich ihm einen Namen geben.

ein Flugzeug kriecht durch die Höhe. ich höre und sehe es nicht,

aber die Beweise sind eindeutig. von oben sieht der Regenbogen aus

wie Blei. er schwebt in einem unvorhersehbaren Querschnitt, ohne

Gewicht, aber er versinkt. die Tradition

besagt: gehe unter ihm her! die Tradition besagt, dass du

dann verheiratet bist, deine Frau ist dunkelhäutig, denn ihr seid Zigeuner. der Regen

ist niedergegangen, die Blumen sind blutig, und die Münder der Tiere aufgerissen.

eine Fliege kommt durchs Fenster herein. es ist still. die Musik entzieht sich dem Raum,

und er folgt ihr. im Clinch fließt er langsam durch meine Öffnungen.

immer wenn ich fahre, erinnere ich mich meiner Geschwindigkeit. niemand

ist je derart gelaufen. einmal kam ich vor dem Auto

im Nachbardorf an. es regnete. die Straßen waren

schlammig. ich stürzte mehre Male, ich war verdreckt, aber glücklich.

nie wieder lief ich, denn ich wollte, dass man sich meiner so erinnert.

ich dachte über die Menschen nach. es ist nicht wahr, dass in meinen Gedichten

keine Menschen vorkommen. da ist Vladimir. ich habe damals seinen Namen gerufen,

und er ist heraufgekommen, zum nördlichen Himmel. es ist Mittag. unsere Schatten

liegen hinter uns oder vor uns. die Geschwindigkeit wird kleiner. alle

Tiere sind irgendwohin verschwunden. der Tod ist Tradition; man muss ihn verschnüren

und verfaulen lassen. man muss wie ein Magnet sein. die Liebe

ist ein Prozess der Strenge. die Wahl der Vertreibung. das ganze Jahr über habe ich

nur gekocht. das ganze Jahr über habe ich nur Tee gekocht.

 

 

 

 

 

 

 

EIN SPORTLICHER GEGENSTAND

 

Mein Haar fällt mir nicht wegen des Pessimismus aus. aber,

ich bin mir sicher,

die Gene und das Klima spielen dabei

eine Rolle. ich habe beschlossen

auf der Welt wenigstens eine Glatze zu bekommen. dabei sehe ich die Welt

als ein Pendeln des Raums. aus Gottes Gliedern

sind die Inder entstanden. aus meinen Haaren

entsteht die Kaste der Curlingspieler. ich wünschte, Curling möge

zur neuen Weltordnung werden.

alles möge von der Glätte des Eises

und dem Gewicht des Steines abhängen und natürlich

von der Geschicklichkeit. wenn ich mein Ohr an die Wand lege,

höre ich gar nichts. wenn ich dasselbe mit den Schienen tue,

scheint es mir so, als komme der Zug.

Fußball ertrage ich nicht. der Raum in der Schaukel

und der Zug, der kommt, sagen mir,

dass hören unmöglich ist. der Hinterkopf ist zu kalt

für eine neue Fassade. in Berlin haben wir einige

Turniere in einer Bierflasche zurückgelassen. in der Wurst haben wir

einen fremden Curlingstein gefunden. eine ganze ausgestorbene Liga

haben wir in Polen gesehen. im Punkt des Vergessens

beginnt die Geschichte rückwärts zu laufen. ich wünschte mir, dass jemand

schnell mein Haar vergisst. Cyclon B ist ein hervorragendes

Antidepressivum. und Coca Cola, für den Fall,

dass sie rot rot von Blut ist.

vielleicht zerplatze ich einmal am Pessimismus.

aber das hat nichts mit meinem Haar zu tun. schuld daran ist das Klima,

in dem es mit dem Eislaufen nicht klappt. in dem du dich nie

mit Gott unterhalten wirst, und davon hängt alles ab. von

der Breite der Gleise, von der Glätte des Eises

und von der Schwere des Steins. die Geschicklichkeit kommt von allein.

 

 

 

 

 

 

 

OBERHALB DER GEGENSTÄNDE

 

Bist du erleuchtet? etwas Unwirkliches

kauert in deiner Form. von dort aus vermitteln

die Pflanzen: sich da eingraben lohnt,

sich legen wie in eine dunkle Pfütze und Erdbeere sagen,

das sind Erdbeeren, jenes tiefe, grubenhafte,

das Glatte, in dem ich kauere.

 

und was kann man alles mit einer Erdbeere anfangen? ist es

möglich, über sie zu steigen? ich sage, Genossen,

aus einer Erdbeere kann man einen Namen machen. Gegenstände,

in sich namenlos, ertragen sie ganz gut:

die wohlriechenden Gegenstände an einem Sommervormittag, im Park,

am Blumenplatz– der ganze Gemüsegarten geht spazieren

und flüstert: schrecklich ist meine Liebe,

 

diese ganze teuflische Steifheit. übrigens, haben Sie schon einmal

einen Teufel gesehen? ich habe die Erdbeere gesehen. ich habe ihre

Titten gesehen. in einem Gespräch sagte sie mir in den Hörer:

fick dich, in mir wächst warmer südlicher Geruch, das Abendessen

steht auf dem Tisch; jemand trägt das Licht aus dem Zimmer und es wird dunkel,

du hast gar nichts gesehen, du weißt noch gar nichts: jener, der schwimmt,

hat einen Namen; Fisch, Fisch sagte sie und begann aus den Augen zu bluten,

als würde sie Kastanien essen.

 

 

 

 

 

 

 

ALLES, WAS DU ERWÄHNST, MUSST DU AUFESSEN

 

Der August gehört uns: dir, mir, ihnen.

ein Monat, in dem nichts geboren wird,

nichts wird geboren, also auch er nicht: der Mond,

der trübe über dem Tal hing.

 

an dieser Stelle kommt das Tal mit vereistem Schritt näher:

Baumstämme, nackte Fußsohlen,

eine Schar Schatten, die schweigt und noch mehr schweigt–

ein Wald wie ein dunkler Steinhaufen.

 

so liefen wir einst von einem zum anderen

Ende dieses Raums, wie Hunde

oder Wissenschaftler.

etwas vor deiner Ankunft.

 

wir konnten die Entfernung zurücklegen–

durch eine getreidereiche Nacht fahren, als halte jeder Halm ein Bild bereit:

die klassische Ernte erträumen, schwarze Mäher und

weiße Mäher, den weichen Unterschied; so war

dein Körper.

 

jetzt bleiben vorwiegend Antworten. das einzig Falsche

an einer Frage; zum Beispiel: was ist das,

warm, werde ich rechtzeitig zur Arbeit kommen, wo ist

mein Engel? der Wald ist ein Teppich, klebrig, und leuchtet.

 

die Nacht ist eine Himbeere. das tiefe, sehr tiefe Meer.

auf seinem gewaltigen Grund hat jemand eine Würstchenbude

eröffnet. und nun fällt dieser ganze August wie eine große

Brotschnitte von irgendwo herunter, er deckt uns zu und er besingt

 

seine dichte Flechte im Herzen, einen zügigen Zorn ohne Rückkehr.

 

 

 

 

 

 

  

 

DIE TECHNIK DES GEDICHTS

 

Den ersten kroatischen Präsidenten schlachtet man mit Vergessen,

seine Junta mit heißer Suppe und toten Dienstboten,

die ihr beharrlich aus dem Weg gehen; ich laufe durch die Stadt in eine dem Tod entgegen

gesetzte Richtung, kaufe die Zeitung, ich kaufe Kaffee am Kiosk

und lausche meinem streitlustigen Charme, meinem weichen Charakter und der Band

Haustor; den durchschnittlichen Kroaten schlachtet man übers Zusammenleben,

über Geschlechtsverkehr, über einen Mund voll Schnee– ein breiter, leichter Smog

legt sich über ihn und trägt ihn, mit dem ganzen Herbst, seinem Morgendunkel,

mit dem Wasser, das dir den Hals hochkriecht,

weichem, materiellem Wasser; die Kirche schlachtet man mit ständigen Christuszitaten,

mit bedingungsloser, dauernder Liebe; das Schwein verschwindet von allein,

verdunstet in der Lache seines eigenen Atems, in einer Faust voll Blut, das wissend

zu fließen begann; das Gedicht schlachtet man mit Drago Štambuk, die Mutter so,

wie es in diversen Schriften präzise dargelegt wird; gar nichts bleibt nichts,

diese strahlend versengte Sonne.

 

 

Aus dem Kroatischen von Alida Bremer

 

o nama

Nagrada Sedmica & Kritična masa 2019 - uži izbor

Nakon što je žiri Nagrade Sedmica & Kritična masa za mlade prozne autore bodovao priče autora iz šireg izbora Nagrade, u uži izbor ušlo je sedam autora/ica.
Pogledajte tko su sedmoro odabranih.
Sponzor Nagrade je kulturno osviješteni cafe-bar "Sedmica" (Kačićeva 7, Zagreb).

intervju

Dinko Kreho: Književna ''mladost'' je sklizak i evazivan pojam koji najčešće nosi i problematičan ideološki balast

Predstavljamo uži izbor Nagrade Sedmica & Kritična masa

Dinko je u uži izbor ušao s pričom ''Zoja''. Standardnim setom pitanja predstavljamo jednog od dvojice muških natjecatelja.

proza

Iva Sopka: Moje pravo, nezaljubljeno lice

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - UŽI IZBOR 2019

Iva Sopka (1987., Vrbas) objavila je više kratkih priča od kojih su najznačajnije objavljene u izboru za književnu nagradu Večernjeg lista „Ranko Marinković“ 2011. godine, Zarezovog i Algoritmovog književnog natječaja Prozak 2015. godine, nagrade „Sedmica & Kritična Masa“ 2016. i 2017. godine, natječaja za kratku priču Gradske knjižnice Samobor 2016. godine te natječaja za kratku priču 2016. godine Broda knjižare – broda kulture. Osvojila je i drugo mjesto na KSET-ovom natječaju za kratku priču 2015. godine. Trenutno živi u Belišću i radi kao knjižničarka u osnovnoj školi.

proza

Ivana Pintarić: Priče

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Ivana Pintarić (1988., Zagreb) je po zanimanju edukacijski rehabilitator. Piše poeziju i kratke priče. Ulomkom iz romana „Gorimo (ali ne boli više)“ ušla je u finale izbora za nagradu "Sedmica & Kritična masa" 2015. godine. Ulazi u širi izbor nagrade "Sedmica & Kritična masa" 2017. ulomkom iz romana "Ovo nije putopis o Americi". Bila je polaznica Booksine radionice pisanja proze pod mentorstvom Zorana Ferića. Objavila je radove na kultipraktik.org i booksa.hr. Objavila je i priču u časopisu Fantom slobode. Članica je književne grupe ZLO.

proza

Marin Ivančić: Karijatida

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Marin Ivančić (1991., Karlovac) diplomirani je pravnik na stručnom usavršavanju u Hrvatskoj komori ovlaštenih inženjera geodezije. Od zala birokracije dušu spašava čitanjem, županijskim nogometom, a odnedavno i pisanjem. Igra zadnjeg veznog u NK Dobra-Novigrad na Dobri, ima dobar udarac i pregled igre. Čitalački ukus mu je hipsterski eklektičan. Ovo mu je prvi objavljeni rad.

proza

Jelena Petković: Japan

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Jelena Petković (1984.) diplomirala je povijest i engleski jezik i književnost na Filozofskom fakultetu u Osijeku. Živi i radi u Vukovaru.

proza

Luiza Bouharaoua: Zvučni zid

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Luiza Bouharaoua (1985., Split) diplomirala je kroatistiku i anglistiku na Filozofskom fakultetu u Splitu. Radi u Skribonautima. Prevodi i piše. Prevela je roman Rachel Kushner "Bacači plamena" (Profil, 2017.). Kratke priče objavljivala je u The Split Mindu, Fantomu Slobode i na portalima Kritična masa i Nema. Priče su joj izvođene u na Trećem programu hrvatskog radija. Uvrštena je u regionalni zbornik "Izvan koridora - najbolja kratka priča" (VBZ, 2011.) i antologiju hrvatske mlade proze "Bez vrata, bez kucanja" (Sandorf, 2012.). Finalistica je natječaja Festivala europske kratke priče u 2016. i 2017. godini. Dobitnica je nagrade Ulaznica za kratku priču te nagrade Prozak za najbolji prozni rukopis autora/ica do 35 godina. U 2019. izlazi joj Prozakom nagrađeni prvijenac.

proza

Valerija Cerovec: Hotel Horizont (ulomak iz kratkog romana)

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Valerija Cerovec (1993., Čakovec) je vizualna umjetnica i spisateljica. Završila je preddiplomski studij modnog dizajna na Tekstilno-tehnološkom fakultetu i studij komparativne književnosti na Filozofskom fakultetu, a diplomirala na Odsjeku za animirani film i nove medije na Akademiji likovnih umjetnosti. Dobitnica je nagrade “Franjo Marković” Filozofskog fakulteta. Sudjelovala je u nizu skupnih izložbi i jednoj samostalnoj naziva “23. rujna, dan kad se ništa naročito nije dogodilo”. Članica je HDLU-a.

proza

Jan Bolić: Mrtvi kanal (ulomak iz neobjavljenog romana)

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Jan Bolić (1995., Rijeka) je autor koji boluje od progresivne bolesti spinalne mišićne atrofije tip 2 zbog koje ne može pomaknuti gotovo nijedan dio tijela, no i dalje, bez obzira na progresiju bolesti, uspijeva pisati s dva prsta koja još uvijek može pomaknuti i s njima stvara književna djela. Dosad je objavio dvije knjige: zbirku poezije „Trenutci“ (2016.) i zbirku poezije i proznih zapisa „Može biti lijepo“ (2017.). Jedna pjesma objavljena je i u zbirci poezije skupine autora iz cijele RH naziva „Petrinjske staze“ iz Petrinje. Povremeno objavljuje svoje radove na književnim portalima i svom Facebook profilu U trećoj knjizi odlučio se pozabaviti žanrom krimića.

proza

Andrea Bauk: Kult užarene krune

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Andrea Bauk (1985., Rijeka) je završila stručni studij vinarstva u Poreču nakon kojeg je radila razne poslove. Teme njezinog pisanja su SF, međuljudski, pogotovo obiteljski odnosi i tabu teme, a njezini likovi redovito su autsajderi i mizantropi. Nekoliko njezinih priča i pjesama objavljene su u sklopu književnih natječaja.

proza

Luka Katančić: Papirnati poljubac

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Luka Katančić (1996., Zagreb) student je Pravnog fakulteta u Zagrebu. 2014. i 2015. godine osvojio je treće nagrade: „Stanislav Preprek“, „Joan Flora“, „Pavle Popović“, „Janoš Siveri“, „Rade Tomić“ te drugu nagradu „Duško Trifunović“ u Novom Sadu za poeziju u kategoriji do 30 godina.

proza

Dalen Belić: Ispovijed serijskog samoubojice

NAGRADA "SEDMICA & KRITIČNA MASA" - ŠIRI IZBOR

Dalen Belić rođen je 1997. godine. Živi u Pazinu, a studira engleski i njemački jezik na Filozofskom fakultetu u Rijeci. Objavljivan je u istrakonskoj zbirci Apokalipsa laži te zbirkama Priče o manjinama i Priče o Pazinu u sklopu Festivala Fantastične Književnosti. Osvojio je drugo mjesto na Riječkim perspektivama 2017. godine i prvo mjesto 2018. Jednu njegovu priču teškometalne tematike možete pročitati na portalu Perun.hr.

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