Ranko Marinković (22 February 1913 – 28 January 2001)



Ranko Marinković (* 22. Februar 1913 auf der Insel Vis; † 28. Januar 2001 in Zagreb) war ein kroatischer Schriftsteller.

Marinković besuchte das Gymnasium in Split und Zagreb. In Zagreb studierte er 1931-1935 an der philosophischen Fakultät. Ende der 30er Jahre veröffentlichte er erste Prosatexte in der Zeitschrift Pečat von Miroslav Krleža. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Marinković von den Italienern im besetzten Split verhaftet und im Lager Ferramonte in Kalabrien interniert. Nach dem Zusammenbruch des faschistischen Italien schlug er sich nach Bari durch und von dort in das Flüchtlingslager El Shatt. Nach dem Krieg wurde er 1946 Direktor der Dramenabteilung am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb und lehrte seit 1951 an der dortigen Akademie für Theaterwissenschaft. In dieser Zeit entstanden seine wichtigsten Werke. Nach der Unabhängigkeit Kroatiens war er Anhänger und Mitglied der HDZ von Franjo Tuđman.

 

ins Deutsche übersetzte Werke

Hände. Erzählungen (übersetzt von Helga Brauner und Klaus Birkenauer), Steingrüben Verlag: Stuttgart, 1962

Karneval. (übersetzt von Angelika Schulz und Barbara Sparing, mit einem Nachwort von Barbara Antkowiak), Verlag Volk und Welt: Berlin 1973 (Spektrum Bd. 62)

Hände. Eine Erzählung und ein Traktat (übersetzt von Nadja Grbić, mit einem Nachwort von Nenad Popović), Residenz Verlag Salzburg und Wien: 1989

Hände. Novellen (übersetzt von Nadja Grbić und Klaus Detlef Olof), Wieser: Klagenfurt 2008

 

weitere Werke

 

Marinković befasste sich hauptsächlich mit dem Theater, er schrieb selbst zahlreiche Stücke, arbeitete und lehrte über das Theater, verfasste Theaterkritiken und Essays. Darüber hinaus war er aber auch einer der wichtigsten Prosaschriftsteller nach dem Kriege.

Albatros, Groteske 1939

Proze, Erzählungen 1948

Ni braća ni rođaci, 1949

Oko Božje, 1949

Geste i grimase, Essays 1951

Pod balkonima, Erzählungen 1953

Ruke, Erzählungen 1953 (dt. Hände, 1961)

Glorija, geistliches Drama 1955

Poniženje Sokrata, Erzählungen 1959

Kiklop, Roman 1965; Dramatisierung 1976; Verfilmungen: Jugoslawien 1982 (Regie: A. Vrdoljak), Jugoslawien 1983 (Regie: A. Vrdoljak, TV-Serie)

Politeia, Komödie 1977

Zajednička kupka, Roman 1980

Pustinja, Posse 1982

Nevesele oči klauna, Essays 1986

Never more, Roman 1993

 

Autoren

Gewinner-Duo Ivana Sajko und Alida Bremer

Die Autorin Ivana Sajko und ihre Übersetzerin Alida Bremer erhalten für "Liebesroman" (Voland & Quist) den 10. Internationalen Literaturpreis − Haus der Kulturen der Welt 2018 für übersetzte Gegenwartsliteraturen.

Autoren

Daša Drndić (1946 - 2018)

Der Stil von Dašsa Drndic war eine einzigartige Mischung aus Fakt und Fiktion. In ihren Arbeiten vermischte sie eine nüchterne Sprache und zurückhaltend poetische Miniaturen mit historischen Tatsachen.
So auch in dem Roman "Sonnenschein", der vom Holocaust erzählt und mit Fakten und Fotos genauso arbeitet wie mit einer fiktiven Liebesgeschichte zwischen einem SS-Offizier und einer Jüdin. Ihr Roman "Belladonna" erschien im Februar 2018.

Berichte

Museum der zerbrochenen Beziehungen

Ein Museum in Zagreb zeigt, was von der Liebe übrig blieb.

Rezensionen

Miroslav Krležas Werk im lichte der Französischen Kritik

Bisher wurden sechs Werke Miroslav Krležas ins Französische übersetzt, und zwar: „Beisetzung in Theresienburg“ (Novellen, Edition de Minuit, in der Übersetzung von Antun Polanšćak mit einem Vorwort von Léon Pierre Quint, Paris 1956), „Die Rückkehr des Filip Latinovicz“ (Roman, herausgegeben von Calman, Lévy, in der Übersetzung von Mila Đorđević und Clara Malraux, Paris 1957), „Das Bankett von Blitwien“ (Roman, herausgegeben von Calman-Lévy, in der Übersetzung von Mauricette Beguitch, Paris 1964). „Ohne mich“ (Roman, Edition De Seuil, übersetzt von Janine Matillon, Paris 1969), „Der kroatische Gott Mars“ (Novellen, herausgegeben von Calman-Lévy, übersetzt von Janine Matillon und Antun Polansćak, Paris 1971). „Die Balladen des Petrica Kerempuch“ (Edition Presse Orientales de France, übersetzt von Janine Matillon, Paris 1975).
Sie alle haben eine warme Aufnahme gefunden. Wir bringen hier einige Auszüge aus Rezensionen (Maurice Nadeau, Léon Pierre Quint, Claude Roy, Marcel Schneider und andere), die das Werk Krležas auf jeweils verschiedene Art und Weise beleuchten.
Maurice Nadeau widmet (u. d. T. „Ein großer jugoslavischer Schriftsteller“) im „France Observateur“ vom 20. Juni 1956 eine ganze Seite dem Erscheinen der Novellensammlung „Beisetzung in Theresienburg“. Daraus einige charakteristische Passagen: Für viele wird die Novellensammlung „Beisetzung in Theresienburg“ zu einer wirklichen Offenbarung werden...

Der Text ist ursprünglich in der Literaturzeitschrift Most/The Bridge (Heft 3-4, 1979) erschienen.

Berichte

Das Bild der Deutschen in der neuen kroatischen Literatur

Modernisierer, Kollaborateure, Faschisten: Die Geschichte und die Wahrnehmung der Balkandeutschen ist vielfältig und bis heute mit Tabus belegt. In den letzten Jahren sind sie jedoch zum Thema der kroatischen Literatur geworden.

Von Martin Sander und Ksenija Cvetković-Sander / Deutschlandfunk kultur

Berichte

Winnetou-Kulissen

Krka-Wasserfall, Zrmanja-Fluss, der Gipfel Tulove Grede: Die Drehorte von "Winnetou" sind spektakulär... Der kroatische Schriftsteller Edo Popovic hat in seinem Buch „Anleitung zum Gehen“ ausführlich über seine Wanderungen in diesem Gebiet berichtet – und dem Velebit eine Liebeserklärung gemacht. Aber im südlichen Teil, dort, wo die Winnetou-Filme einst gedreht wurden, müssen Bergtouristen aufpassen.
Von Hella Kaiser / Der Tagesspiegel

Berichte

Was willst du in Senj, Thilo?

"Und du willst nach Senj, Thilo?“

Ja. Ich wollte trotz des touristischen Überangebot Kroatiens jene Stadt sehen, in die der von den Nazis verfolgte Kurt Held und seine Frau Lisa Tetzner 1940 kamen und Inspiration zum Verfassen der „Roten Zora“ erhielten.

Berichte

Original-Kulissen von “Game of Thrones” in Kroatien (Galerie)

Andrea David, eine deutsche Bloggerin und großer Film-Fan, bereiste alle Locations in Kroatien, an welchen „Game of Thrones“ gedreht wurde.
Diese Fotos verbreiten sich wie ein Lauffeuer im Netz. Grund hierfür ist nicht nur, dass die Fotografin berühmte Filmkulissen bereist, sondern diese auf eine ganz besondere Art und Weise festhält.

Berichte

Rijeka – Industriestadt mit Kultur

Rijeka in Kroatien wurde im Frühjahr 2016 zur europäischen Kulturhauptstadt 2020 ernannt.

KM Extensions

Moderna Galerija: Moderne Kunst in Zagreb

Wenn man moderne Malereien und Skulpturen mag und wissen möchte, was für Werke kroatische Künstler vom 19. bis zum 21. Jahrhundert erschaffen haben, sollte man auf einem Städtetrip nach Zagreb die Moderna Galerija besuchen.

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