Prosa

Damir Karakaš: Walderinnern

Auszüge aus dem Roman "Walderinnern" (Sjećanje šume; 2016).
Aus dem Kroatischen von Hedi Blech-Vidulic.

„Sjećanje šume“ ist ein großer Roman kleinen Umfangs, so wie „Zimsko ljetovanje“ [„Sommerfrische im Winter“, Vladan Desnica] oder „Prokleta avlija“ [„Der verdammte Hof“, Ivo Andrić] oder „Der Fremde“, [Albert Camus] oder … Sie können selbst die Liste vervollständigen, jedenfalls wird sie nicht allzu lang werden. Teofil Pančić, Globus, Zagreb

Erlebens der Welt. Während des ganzen Romans tauchen Passagen auf, die den Leser zurückversetzen in diesen ursprünglichen Eindruck von Welt und Natur. In diesem Sinne ist Karakašs Buch außerordentlich erfolgreich im „Rekonstruieren“ kindlichen Erlebens. Đorđe Krajičnik, Oslobođenje, Sarajevo

Damir Karakaš, geboren 1967 in Plašcica (Region Lika, Kroatien), veröffentlichte mehrere Bücher, darunter Romane, Erzählungen und einen Reiseprosaband.

Lyrik

Dinko Zlatarić: Gedichte

Dinko Zlatarić, auch Dominko Zlatarić (1558 -1613) war ein kroatischer Poet und Übersetzer der Renaissance. Zlataric studierte Philosophie und Medizin in der italienischen Gemeinde Padua, wo er im Jahr 1579 zum Rektor der Studenten der Universität gewählt wurde. Es ist nicht gesichert, ob er seine Studien dort abschloss. Nach Dubrovnik kehrte er im Jahr 1581 zurück. Zu Dichtern aus der Republik Ragusa und aus Italien pflegte er freundschaftliche Verhältnisse. Er schrieb in kroatischer und italienischer Sprache. Ein Thema seiner Werke war die Liebe. Aber auch der satirisch-humoristische Schreibstil hielt in seinen Werken Einzug. Als einer der besten Übersetzer der älteren kroatischen Literatur wird er ebenfalls gehandelt. In seinen Übersetzungen werden die Urheber sehr respektiert. Im Jahr 1580 veröffentlichte er die Pastorale Aminta T. Tassa; jedoch ist kein Exemplar davon bis heute erhalten geblieben. Das Ziel seiner Übersetzungsarbeiten war nach eigener Angabe „die Bereicherung der kroatischen Sprache“. In seiner Lyrik der Liebe schreibt er über die ideale Beziehung. Einige Lieder bearbeiten Inhalte aus der Mythologie der Antike, wiederum andere sind Übersetzungen aus klassischen Quellen.

Drama

Nikola Batušić: Geschichte des deutschsprachigen Theaters in Kroatien

Vorliegende Studie zum deutschsprachigen Theater in Kroatien fasst Batušićs langjährige Forschungen zusammen, die auf Kroatisch erschienen sind und im Literaturverzeichnis im Anhang angeführt werden. Erstmals werden sie nun einer deutschsprachigen Öffentlichkeit bekanntgemacht. Beginnend bei den theatralen Veranstaltungen der Renaissance und fortsetzend mit den Theaterspielen der Jesuiten, die die Bevölkerung für ein regelmäßiges Theater sensibilisierten, zeigt Batušić, wie durch den politischen Verwaltungsraum der Habsburgermonarchie auch die besprochenen Gebiete Kroatiens Teile eines Theaternetzwerkes wurden, das den Boden für den Durchzug der deutschsprachigen Truppen bereitete. Die Interaktionen und Wechselwirkungen der deutschsprachigen Theaterunternehmer mit den jungen nationalen Theaterbestrebungen in kroatischer Sprache bildeten die Basis für das spätere kroatische Nationaltheater.
In der Studie von Nikola Batušić (1938–2010) sind alle Entwicklungsstränge des deutschsprachigen Theaters in Kroatien von den Anfängen bis zum Ende der Monarchie nachgezeichnet.

Rezensionen

Gewaltiges Epochenbild des Balkans

Miroslav Krleža gilt als wichtigster Autor Kroatiens. Nach 50 Jahren ist sein umfangreiches Hauptwerk "Die Fahnen" ins Deutsche übersetzt worden: ein zeitgeschichtliches Epos über die Vor- und Nachgeschichte des Ersten Weltkriegs, abseits der gewohnten Narrative einer westorientierten Geschichtsschreibung.
Von Wolfgang Schneider / Deutschlandfunk

Rezensionen

Die Möwen von Rab

Hinreißend erzählt Zoran Feric in seinem neuen Buch „In der Einsamkeit nahe dem Meer“ von einer verlorenen Sommerwelt in Kroatien.

Von Norbert Mappes-Niediek / Frankfurter Rundschau

Berichte

Das Bild der Deutschen in der neuen kroatischen Literatur

Modernisierer, Kollaborateure, Faschisten: Die Geschichte und die Wahrnehmung der Balkandeutschen ist vielfältig und bis heute mit Tabus belegt. In den letzten Jahren sind sie jedoch zum Thema der kroatischen Literatur geworden.

Von Martin Sander und Ksenija Cvetković-Sander / Deutschlandfunk kultur

Prosa

Korana Serdarević: Etwas Vertrautes

KORANA SERDAREVIĆ wurde 1982 in Zadar geboren, wo sie auch die Grundschule und das Gymnasium besuchte. An der Philosophischen Fakultät in Zagreb machte sie ihren Diplomabschluss in Kroatistik und Vergleichenden Literaturwissenschaften. Sie war als Kulturjournalistin beim Tagesblatt Večernji list und der Wochenzeitschrift Forum tätig, des Weiteren Mitarbeiterin bei mehreren Wochenjournalen und Internetportalen. Seit 2013 un­terrichtet sie am Gymnasium und übersetzt freiberuflich aus dem Englischen. Im Jahr 2013 erhielt sie zweimal den ersten Preis für ihre Kurzgeschichten: den Ranko-Marinković-Preis for die Kurzgeschichte Kravosas ("Vierstreifennatter") und den Zlatko­- Tomičić-Preis für Ptice ("Vögel"). Mit dem Ranko-Mainković-Preis für Kurzgeschichten wurde sie ein zweites Mal 2016 ausgezeich­net. Ihre Texte wurden in allen relevanten Literaturzeitschrif­ten veröffentlicht sowie im Dritten Programm des kroatischen Rundfunks.

Prosa

Irena Lukšić: Cohen . . . verzweifelt gesucht

IRENA LUKŠIĆ wurde 1953 in Duga Resa geboren. Ihren Diplom­-Abschluss erhielt sie an der Philosophischen Fakultät in Zagreb, wo sie auch promovierte. Sie verfasst Prosa, Bühnenstücke, Es­says, Erzählungen, Fernseh- und Hörspiele, Drehbücher, Fachabhandlungen und wissenschaftliche Arbeiten und übersetzt aus dem Russischen. Ihre Prosa wurde ins Englische, Mazedonische, Deutsche, Slowenische und Türkische übersetzt und in zahlrei­che Anthologien aufgenommen. Sie ist Redakteurin der Biblio­theken Književna smotra ("Literaturschau") und Na tragu klasika ("Auf den Spuren der Klassiker") und Redaktionsmitglied bei mehreren kroatischen und ausländischen Zeitschriften . Über dreihundert Arbeiten über russische und kroatische Literatur hat sie in Publikationen im In- und Ausland veröffentlicht sowie Werke zahlreicher russischer Autoren ins Kroatische übersetzt. Für ihre Tätigkeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie die Goldene Plakette des Kulturvereines Matica hrvatska und den J.J. Strossmayer-Preis für ihre Aufarbeitung des Tagebuchs von Dragojla Jarnević Dnevnik Dragojle Jarnević, 2001; den Kiklop-Preis für die beste Bibliothek Na tragu klasika in den Jahren 2007, 2008 und 2009; den KulturKontakte-Preis für ihre gesamte schriftstellerische, übersetzerische und redaktionelle Tätigkeit 2009; den Jahrespreis der kroatischen Vereinigung der Literaturübersetzer für die beste Übersetzung eines literarischen Werkes, 2009; den Iso-Velikanović-Preis für die beste Übersetzung 2011; den Kiklop-Preis: Redakteurln des Jahres 2011 und 2012 sowie den Kiklop -Preis für Gradovi, sela, dvorci ("Stadt, Land, Schloss") als bestes Essay-Werk 2013.

panorama

Ivo Andrić: Chronist des Hasses, Hüter der Vielfalt

Deutschlandradio Kultur:
"Hierzulande gilt der jugoslawische Schriftsteller Ivo Andrić als Klassiker, dessen Werke uns die Geschichte und Konflikte des ehemaligen Jugoslawiens näher bringen. Doch auf dem Balkan ist der Literaturnobelpreisträger von 1961 eine umstrittene Figur."

Lyrik

Drago Gervais: Mein Land

Drago Gervais war ein kroatischer istrischen Dichter und Dramatiker, und einer der bedeutendsten Dichter schreibt in dem tschakawischen Dialekt der kroatischen Sprache.
Drago Gervais wurde 1904 in Opatija geboren. Sein Vater Artur, ein Nachkomme von einem Französisch Soldaten in Napoleons Armee, war Musiklehrer in Severin na Kupi im Gorski Kotar Region Kroatiens, damals Teil des österreichisch-ungarischen Monarchie geboren. Seine Mutter Klementina war von Opatija. Im Jahre 1918 während der italienischen Annexion von Istrien, zog er mit seiner Familie nach Bakar. Im Jahr 1922 absolvierte er das Gymnasium in Sušak und besuchte Zagreb Law School. Während seines Studiums begann er mit dem Triestiner Magazin Naš Glas, in der seine ersten beiden Gedichte, Iz Improvizacija und Mi, veröffentlicht wurden zusammenarbeiten. Bald nach seinem Abschluss zog er nach Crikvenica, wo er arbeitete in einem örtlichen Rechtsanwaltskanzlei. Im nächsten Jahr veröffentlichte er seine erste Gedichtsammlung čakavski stihovi. Später arbeitete er in Bjelovar und Belgrad während des Zweiten Weltkriegs.
In Belgrad schließlich arbeitete er für die jugoslawischen staatlichen Nachrichtenagentur, Tanjug, und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, aber bald wieder in Rijeka, wo er als Direktor des Rijeka Croatian National Theater. Er arbeitete dort bis ein Autounfall in der Nähe von Sežana plötzlich nahm sein Leben im Jahr 1957, im Alter von 53.

Lyrik

Mate Balota: Die Ziege

Der bekannteredialektdichter Istriens ist der aus einem kleinen Ort an der Raša stammende Schriftsteller Mijo Mirković (1898-1963). Er schrieb über das schwere Leben der Fischer und Matrosen und Veröffentlichte unter dem Pseudonym Mate Balota Čakavische Gedichte.
Mijo Mirković (1898 - 1963) war ein Akademiker und Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in Zagreb. Er veröffentlichte eine große Anzahl von Bücher, wissenschaftliche Studien und Artikel über Wirtschaft und kroatischen Kulturgeschichte. Er war tief in Journalismus und Literatur beteiligt und ist Autor verschiedener wissenschaftlicher Monographien über Matthias Flacius Illyricus.Unter seinen literarischen Werke sind: Dragi Kamen (1938), Gedichte in tschakawischen Dialekts; der Roman Tijesna zemlja (1946), und Chroniken Zusammenhang mit istrischen Themen. Seine Gedichte sind mti den istrischen Menschen und ihrem Land verbunden.

Rezensionen

Sonne und Meer, Lust und Gewalt

Wo Gier ist, lauert Grausamkeit, und Sex reimt sich auf Tod: Zoran Ferićs Roman über das wilde Inseltreiben im Kroatien der siebziger Jahren fällt mindestens so morbid wie burlesk aus.
Von Jörg Plath / NZZ

Autoren

Porträt der Autorin Ivana Sajko

Die kroatische Autorin Ivana Sajko gehört zu den Erneuerinnen des südosteuropäischen Theaters. Seit einem Jahr lebt sie in Berlin. Eine Begegnung.
VON NADINE LANGE / Der Tagesspiegel

Berichte

Rijeka – Industriestadt mit Kultur

Rijeka in Kroatien wurde im Frühjahr 2016 zur europäischen Kulturhauptstadt 2020 ernannt.

Prosa

Lebt wohl, Cowboys

OLJA SAVIČEVIĆ
Auszug aus dem Roman, erschienen 2010 im Verlag Voland & Quist. Aus dem Kroatischen von Blažena Radas.
»Savičević erzählt in einer hoch poetischen, sinnlichen Sprache voller geheimnisvoll glühender Bilder.«
(Berliner Zeitung)

Berichte

Winnetou-Kulissen

Krka-Wasserfall, Zrmanja-Fluss, der Gipfel Tulove Grede: Die Drehorte von "Winnetou" sind spektakulär... Der kroatische Schriftsteller Edo Popovic hat in seinem Buch „Anleitung zum Gehen“ ausführlich über seine Wanderungen in diesem Gebiet berichtet – und dem Velebit eine Liebeserklärung gemacht. Aber im südlichen Teil, dort, wo die Winnetou-Filme einst gedreht wurden, müssen Bergtouristen aufpassen.
Von Hella Kaiser / Der Tagesspiegel

Lyrik

Volkslieder der Kroatischen Volksgruppe in Österreich- Burgenland

Die Nachdichtungen der burgenländischen Volkslieder sind der 1971 in Zagreb herausgegeben Sammlung von Fran Kurelac „JAČKE“ entnommen.

Der Originaltitel lautet: „JAČKE ili NARODNE PESME PROSTOGA I NEPROSTOGA PUKA HRVATSKOGA PO ŽUPAH ŠOPRUNSKOJ, MOŠONJSKOJ I ŽELEZNOJ NA UGRIH.“

Lyrik

Janko Polić Kamov: Gedichte

Janko Polić Kamov (1886 — 1910) war ein kroatischer Erzähler, Dichter und Dramatiker. Starrköpfig und von überschäumendem Temperament, legte er sich den Namen Kamov zu, nach Ham (oder Kam) aus dem Alten Testament, der seinen Vater Noah nackt gesehen, um Gegensatz zu seine Brüdern Sem und Jafet seine Blöße aber nicht zugedeckt hat und deshalb verflucht wurde. In einem Brief an seinen Bruder Vladimir schrieb er 1910, Kamov sei für ihn „ein literarisches Programm“. Sein literarisches Werk war von geringem Umfang, dafür aber überaus bedeutsam, da in seinen Gedichten, Erzählungen und Bühnenstücken seine Verärgerung und Enttäuschung über die Heuchelei und die Ungerechtigkeit seiner Zeitgenossen in einer Weise zum Ausdruck kamen, wie es sie bis dahin in der kroatischen Literatur nicht gegeben hat. Zu seinen Meisterwerken zählt der modernistische, von psychosexuellen und geistigen Konflikten geprägte Roman „Isušena kaljuža“ (Der ausgetrocknete Sumpf, 1906 — 1909, gedruckt 1956), der als Beginn der literarischen Avantgarde in Kroatien angesehen wird. Sein Werk und seine ungestüme, rebellische Natur brachten ihm de Ruf eines der größten Rebellen und Bilderstürmer in der Geschichte der kroatischen Kultur ein. Der „Ritter des schwarzen Fluches“, wie er auch genannt wurde, starb im Alter von 24 Jahren in Barcelona und wurde in einer namenlosen Gruft auf dem Armenfriedhof des „Hospital de la Santa Creu“ beigesetzt. Heute befindet sich an diesem Ort die Katalonische Nationalbibliothek.

Lyrik

Petar Hektorović: Vom Fischen und von Fischergesprächen (Fragmente)

DIE ÄLTERE KROATISCHE LITERATUR

Petar Hektorović (1487-1572) war ein Poet und Universalgelehrter der Renaissance.
Petar Hektorović verweilte während seiner gesamten Lebenszeit in seinem Heimort. Er verließ seine Heimatinsel Hvar lediglich ein Mal zu einer dreitägigen Reise auf einem Fischerboot. Er fuhr in die ca. 25 km entfernte Bucht Supetar in Nečujam auf die Nachbarinsel Šolta und besuchte den Ort, an dem der „Vater der kroatischen Literatur“ Marko Marulić von 1510 bis 1512 verweilte.[1] Auf der Basis seiner quasi-ethnographischen Beobachtungen entstand sein wichtigstes Werk, Ribanje i ribarsko prigovaranje (dt. „Fischerei und die Dialoge von Fischern“), das versucht, die Dialoge von Fischern in ihrer Alltagssprache darzustellen,[2] dabei aber auch ein episches Gedicht aus der Gattung der Bugarštice darstellt. Es wurde am 14. Januar 1566 abgeschlossen und 1568 in Venedig gedruckt. In einem dreiteiligen Werk beschreibt er in einem Brief an Cousin von seiner dreitägigen Bootsfahrt mit den Fischern Paskoje Debelja und Nikola Zet aus Hvar. Das Werk ist die erste realistische, weltliche Reisebeschreibung in kroatischer Sprache, die Landschaft und Schönheiten der Natur beschreibt. Die Ribanje sind eine der frühesten Aufzeichnungen der kroatischen Volksmusik.

Lyrik

Džore Držić: Drei Gedchte

DIE ÄLTERE KROATISCHE LITERATUR

Držić Džore, kroatisch-ragusanischer Lyriker und Geistlicher, * 6. 2. 1461 Ragusa (Dubrovnik), † 26. 9. 1501 Ragusa; petrarkistisch-religiöse Lyrik.

Lyrik

Gustav Krklec: Sechs Gedichte

Gustav Krklec (1899 - 1977) war einer der bekanntesten kroatische Dichter und Persönlichkeiten des Kulturlebens verstorben.
Schon 1919 debütierte er mit dem Gedichtband Lyrik (Lirika), und 1921 trat er mit seinem Gedichtband Silberne Straße (Srebrna cesta) endgültig in die Literatur ein.
In seinen späteren Lebensjahren veröffentlichte Krklec zahlreiche weitere Gedichtbände, und auch als Kinderdichter war er bekannt und beliebt. Sein satirischer und lebhafter Geist verlieh ihm die Fähigkeit, sich über viele Erscheinungen mit scharfem Witz zu äußern, und seine vielen Epigramme und Scherzgedichte haben vor allem unter den Kindern große Freunde gefunden.
In seinem langen und fruchtbaren Leben war Gustav Krklec auch ein unermüdlicher Missionar und Vorkämpfer für die kulturelle und politische Verbundenheit zwischen allen kroatischen Völkern. (B. M.)

Berichte

Original-Kulissen von “Game of Thrones” in Kroatien (Galerie)

Andrea David, eine deutsche Bloggerin und großer Film-Fan, bereiste alle Locations in Kroatien, an welchen „Game of Thrones“ gedreht wurde.
Diese Fotos verbreiten sich wie ein Lauffeuer im Netz. Grund hierfür ist nicht nur, dass die Fotografin berühmte Filmkulissen bereist, sondern diese auf eine ganz besondere Art und Weise festhält.

Rezensionen

Der literarische Blick nach Osteuropa

Die kroatische Schriftstellerin, Dramaturgin und Regisseurin Ivana Sajko ist in ihrem Land eine wichtige künstlerische Stimme und ihre Theaterstücke wurden auch in Deutschland aufgeführt. Nun hat sie mit "Liebesroman" ein Buch vorgelegt, über das der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer schreibt: "Als ich Ivana Sajko das erste Mal traf und ihre Texte hörte und las, wusste ich sofort, das ist was Besonderes. Da spürte ich die Kraft ihrer Sprache, die Schmerzen der Liebe und des Krieges, und ich war getroffen von diesem klaren und poetischen Sajko-Sound."

KM Extensions

Moderna Galerija: Moderne Kunst in Zagreb

Wenn man moderne Malereien und Skulpturen mag und wissen möchte, was für Werke kroatische Künstler vom 19. bis zum 21. Jahrhundert erschaffen haben, sollte man auf einem Städtetrip nach Zagreb die Moderna Galerija besuchen.

Berichte

Museum der zerbrochenen Beziehungen

Ein Museum in Zagreb zeigt, was von der Liebe übrig blieb.

Essay

Ivo Frangeš: Die Stellung des Dialektes in der Kroatischen Literatur

Der Grundwortschatz des Standardkroatischen besteht ebenso wie derjenige der kroatischen Dialekte überwiegend aus Erbwörtern gemeinslawischer Herkunft. Auf dialektaler Ebene gibt es deutliche Unterschiede im Erbwortschatz zwischen den štokavischen, čakavischen und kajkavischen Varietäten, jedoch überwiegen insgesamt die Gemeinsamkeiten. Der Grundwortschatz des Standardkroatischen ist weitgehend štokavischer Herkunft.

Der Lehnwortschatz der kroatischen Dialekte unterscheidet sich regional stark: im Küstenraum gibt es viele Entlehnungen aus dem Dalmatischen und Italienischen, im nördlichen Landesinneren aus dem Ungarischen und Deutschen, in allen ehemals osmanischen Gebieten aus dem Türkischen.

Der Aufbauwortschatz des Standardkroatischen ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Bestrebens, neue (Fach-)Begriffe fremdsprachiger, vor allem lateinischer Herkunft mit den Mitteln des Slawischen wiederzugeben. Dieses begann im Mittelalter im Kroatisch-Kirchenslawischen, setzte sich in der frühen Neuzeit in den regionalen Schriftsprachen und ihren Lexikographien fort und fand eine offizielle Kodifizierung in den maßgeblich am tschechischen Vorbild orientierten Werken des standardkroatischen Lexikographie des 19. Jahrhunderts. Ein großer Teil der im Laufe der Jahrhunderte geprägten Neologismen ist zwar wieder verschwunden oder von Anfang an nie über die Werke seiner Urheber hinausgelangt, ein anderer Teil ist jedoch zu einem festen Bestandteil der kroatischen Standardsprache geworden.

Autoren

Ivan Kozarac

Der kroatische Schriftsteller Ivan Kozarac erschien in der Literatur im Jahr 1902 mit dem Gedicht in der Zeitung. In den acht Jahren seiner literarischen Tätigkeit (1902-1910) schrieb er etwa 60 Gedichte, 40 Kurzgeschichten und Novellen, den Roman und eine Autobiografie.
Der Roman "Đuka Begović" ist seine literarische Spitzenleistung.

Lyrik

Hanibal Lucić: Lyrik

DIE ÄLTERE KROATISCHE LITERATUR

Hanibal Lucić (* um 1485 in Hvar; † 14. Dezember 1553 in Venedig) war einkroatischer Schriftsteller der Renaissance. Der Sohn wohlhabender und entsprechend einflussreicher Eltern war als Richter und Rechtsanwalt tätig und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens auf seiner Heimatinsel Hvar. Ein Großteil seiner Werke (vor allem der frühen) ist nicht erhalten, da er sie verwarf und vernichtete.
Das bekannteste und am weitesten rezipierte Werk von Lucić ist Robinja (Die Sklavin), das erste weltliche Schauspiel in der kroatischen Literatur überhaupt. Es wurde, zusammen mit Versen Lucićs, 1556 in Venedig veröffentlicht, also erst nach seinem Tod, erlebte jedoch bis in jüngste Zeit etliche Ausgaben. Im Mittelpunkt dieses eher „handlungsarmen“ und streckenweise „weitschweifigen“ Liebesdramas stehen der Aristokrat Derenčin und eine in Budapest von Türken geraubte Schöne, die er auf dem Sklavenmarkt vonDubrovnik trifft. Am Ende wird sie seine Braut. Auch in seinen Liedern kreiste Lucić vorwiegend um das Thema Liebe. In allen Werken Lucićs vereinten sich italienische Einflüsse (Francesco Petrarca, Pietro Bembo) mit seiner Leidenschaft für die Alltagssprache kroatischer Bauern und Schafhirten. Sie hinderte ihn freilich nicht daran, seine in den Jahren 1510–1514 gegen die venezianischen Beherrscher Hvars rebellierenden Landsleute einen „Haufen von Dummköpfen“ zu nennen.

Rezensionen

Miroslav Krležas Werk im lichte der Französischen Kritik

Bisher wurden sechs Werke Miroslav Krležas ins Französische übersetzt, und zwar: „Beisetzung in Theresienburg“ (Novellen, Edition de Minuit, in der Übersetzung von Antun Polanšćak mit einem Vorwort von Léon Pierre Quint, Paris 1956), „Die Rückkehr des Filip Latinovicz“ (Roman, herausgegeben von Calman, Lévy, in der Übersetzung von Mila Đorđević und Clara Malraux, Paris 1957), „Das Bankett von Blitwien“ (Roman, herausgegeben von Calman-Lévy, in der Übersetzung von Mauricette Beguitch, Paris 1964). „Ohne mich“ (Roman, Edition De Seuil, übersetzt von Janine Matillon, Paris 1969), „Der kroatische Gott Mars“ (Novellen, herausgegeben von Calman-Lévy, übersetzt von Janine Matillon und Antun Polansćak, Paris 1971). „Die Balladen des Petrica Kerempuch“ (Edition Presse Orientales de France, übersetzt von Janine Matillon, Paris 1975).
Sie alle haben eine warme Aufnahme gefunden. Wir bringen hier einige Auszüge aus Rezensionen (Maurice Nadeau, Léon Pierre Quint, Claude Roy, Marcel Schneider und andere), die das Werk Krležas auf jeweils verschiedene Art und Weise beleuchten.
Maurice Nadeau widmet (u. d. T. „Ein großer jugoslavischer Schriftsteller“) im „France Observateur“ vom 20. Juni 1956 eine ganze Seite dem Erscheinen der Novellensammlung „Beisetzung in Theresienburg“. Daraus einige charakteristische Passagen: Für viele wird die Novellensammlung „Beisetzung in Theresienburg“ zu einer wirklichen Offenbarung werden...

Der Text ist ursprünglich in der Literaturzeitschrift Most/The Bridge (Heft 3-4, 1979) erschienen.

Authors' pages

Književna Republika Relations Quorum Hrvatska književna enciklopedija PRAVOnaPROFESIJU LitLink mk zg